zeit.geschichte

Pinzgau

Rudolf Leo, Pinzgau unterm Hakenkreuz, Otto Müller Verlag 2013 Am 29. März 1931, sieben Jahre vor dem so genannten "Anschluss", finden im Land Salzburg Gemeinderatswahlen statt. Im Pinzgauer Kurort Zell am See votieren, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, bereits rund 30 Prozent für die Nationalsozialisten! Weiterlesen
Rudolf Leo, Bruck unterm Hakenkreuz, Otto Müller Verlag, Salzburg 2015 Bruck an der Großglocknerstraße ist eine der ersten Gemeinden im Pinzgau (Land Salzburg), die eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer Gemeinde über die Zeit während des Nationalsozialismus durchführen lässt – in der Ortschronik fehlten diese Jahre bisher. Bruck nimmt während der NS-Zeit durch seine geografische Lage eine besondere Stellung ein: Weiterlesen
(c) Rudolf Leo: Im Gegensatz zur Führung der Kirche, die sich rasch mit dem NS-Regime arrangierte, trotzen zahlreiche Priester in Salzburg dem Nationalsozialismus. In manchen Predigten wird kein Blatt vor den Mund genommen, in Schriften wird gegen das System angeschrieben. Einer der prominentesten Salzburger Priester ist der Bramberger Ehrenbürger Andreas Rieser. Der damals 30jährige Pfarradministrator wird im Sommer 1938 verhaftet. Bei der Renovierung der Kirche in Dorfgastein (Pongau) hinterlegt Pfarradministrator Rieser eine regimekritische Urkunde im Kirchturmknauf. Der Spenglermeister übergibt das Dokument der zuständigen NS-Ortsgruppenleitung. Rieser schildert am 23. Jänner 1947 vor der Opferfürsorge Salzburg sein Schicksal: Weiterlesen
(c) Rudolf Leo: Kaspar Feld wird am 16. Juni 1901 in Emmersweiler, einem Ortsteil der Gemeinde Großrossel, im Saarland geboren.[1] Am 14. Juli 1929 wird Feld in Salzburg zum Priester geweiht.[2] Die 1930er Jahre sind im Land Salzburg von Hunger und Elend geprägt. In Deutschland übernehmen die Nationalsozialisten 1933 die Macht, in Österreich fünf Jahre später. Die Seelsorge, so Pfarrer Feld in seinen Erinnerungen, ist „ein steiniger Boden“. Weiterlesen
…weil wir wissen, das schlimmste ist, nicht zu wissen…
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(c) Rudolf Leo - Montag, 5. Juni 1944, es ist ein grauer, stürmischer und kalter Tag. Soldaten umstellen in der norditalienischen Gemeinde Mason das Haus der Familie Groppo. Sie sind auf der Suche nach dem 16jährigen Giuseppe Groppo. Er wird am 24. Oktober 1926 in Mason, Provinz Vicenza, Bezirksgericht Bassano del Grappa, geboren. Als 1943 deutsche Truppen Norditalien besetzen, flüchtet der junge Giuseppe in den Untergrund. Weiterlesen