zeit.geschichte
(c) Rudolf Leo - Josef Unterberger wurde irgendwann im Pinzgauer Piesendorf geboren. Genau kann es eigentlich niemand so recht sagen. Auch seinen richtigen Namen kennen in der Gegend nur wenige, wurde er doch seit Jahrzehnten nur der „Kramer Pepp“ genannt. Mit vier Jahren wird er von einem Pferd getreten und ist seither „beeinträchtigt“. Der Bramberger Bauer Brennsteiner („Kramer“) nimmt ihn auf und dort verbringt der „Kramer Peppi“, wie er seither genannt wird, sein ganzes Leben als Knecht. Unvergesslich seine Auftritte während der Weihnachsfeiertage. Pepp, ausgestattet mit einer Mundharmonika und einem riesigen Korb, läutet in der Region bei jedem Haus, singt „Wo is a, Da is a“, bläst einige Sekunden in seine Harmonika und nimmt freudestrahlend seine Geschenke (Süßigkeiten, Speck, Brot manchmal auch ein bisserl Geld) in Empfang. So gesehen hat Pepp bereits in den 1960er Jahren Halloween im Pinzgau eingeführt. Den Kindern war er oft unheimlich, manche haben sich sogar gefürchtet. Dabei war Josef ein herzensguter Mensch. Josef Unterberger stirbt 2013 in Bramberg. Foto © Andreas Leo